bei Wolfgang Bäuerlein und Dorothea Runck in Fürth

Fürth, das viel älter als das benachbarte Nürnberg ist, steht oft im Schatten der mittelfränkischen Metropole.

Mit ca. 130.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens, ist Fürth eine Industriestadt im Wandel. Die ganz großen Industrienamen sind Geschichte: Grundig beschäftigte hier Ende der 1980er Jahre noch 38.000 Beschäftigte und Quelle zu seinen besten Zeiten ebensoviele.

Heute ist der größte Arbeitgeber der Stadt die Leonhard-Kurz-Stiftung, ein internationaler Konzern, der Heißpräge- und Magnetfolien und Hologramme produziert. Die Firma Uvex mit über 3000 Mitarbeitern ist für Sportausrüstung bekannt. Der Discounter Norma hat hier seine Firmenzentrale. Auch die Spielwarenindustrie ist immer noch ein bedeutender Wirschaftsfaktor.

Neues entsteht auf altem Gelände: Auf dem ehemaligen Grundig-Areal wächst der Forschungs- und Gewerbepark der Stadt Fürth, die sog. Uferstadt.

Fürth, das im 2. Weltkrieg nur geringfügig beschädigt wurde, hat die höchste Denkmaldichte der bayerischen Großstädte – gemessen an der Einwohnerzahl. In der Innenstadt stehen ganze Straßenzüge unter Ensembleschutz. Die Häuser aus der Gründerzeit mit ihren reich verzierten Erkern, Fensterumrahmungen und Balkonen sind im Repräsentationsstil des damaligen Großbürgertums gebaut. Es war die Zeit, als auch die erste Eisenbahn Deutschlands zwischen Nürnberg und Fürth gefahren ist.

Bis zum Zweiten Weltkrieg setzte Fürth auch Maßstäbe im Fußball, war dreimal deutscher Meister. 2012 schafft die Spielvereinigung Greuther Fürth nach Jahren der Zweit- und Drittklassigkeit den Einzug in die 1. Bundesliga. Auch für die Spielzeit 2021/22 ist ihr das geglückt.

Mehr über Fürth z. B. bei Wikipedia.

Wer weniger lesen und mehr Bilder schauen will, ist mit dieser Seite ganz gut bedient: faszination-fuerth